01.06 — 07.06
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Wandern mit Manuel Andrack

Begeben Sie sich mit Wander-Experte Manuel Andrack auf traumhafte Wanderrouten rund um das AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa.

Andracks Wandertipp Nummer 1 –Alpsee Rundwanderweg

Länge: 5,5 Kilometer

Dauer 1:30 Stunden

121 Höhenmeter

Wanderer, kommst Du nach Füssen, quartiere dich im Hotel AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa, direkt am Alpsee gelegen, ein. Warum? Natürlich erstklassiges Hotel, toller Service, geniale Küche, coole Barkeeper, spektakulärer Wellness-Bereich. Aber das Schönste ist, dass man zu vielen Wandertouren direkt am Hotel loslaufen kann. Ich empfehle zum Einstieg die Route rund um den Alpsee. Diese kurze Wanderung ist auch für Anfänger gut zu bewältigen, es ist aber schon eine richtige Wanderung über Stock und Stein, also über felsigen und wurzeligen Untergrund.

Vom Hotel aus gehen wir zum See und halten uns links, umrunden den See also im Uhrzeigersinn. Zunächst gehen wir auf einem breiteren Spazierweg, vorbei am Tretbootverleih. Bei Sonnenschein können wir die großartigen Türkis-Schattierungen des Sees in Ufernähe bewundern. Nach kurzer Zeit erreichen wir ein Strandbad, geöffnet bei „guter Witterung“. Nun denn, pack die Badehose ein, wenn gutes Wetter ist!

Nach dem Seebad gehen wir auf einem wunderbaren Waldpfad, über Brücken und Stege, immer direkt am Ufer des Alpsees entlang. Das schönste am Wandern sind meiner Meinung nach die Ausblicke und die Blicke auf dem Alpsee Rundwanderweg sind phantastisch. Ständig ändern sich Perspektive und Blickwinkel, immer wieder ergeben sich Blicke auf Schloss Neuschwanstein, Schloss Hohenschwangau, den See – und das AMERON Neuschwanstein.

Nach ungefähr 50 Minuten erreichen wir das Marienmonument. Ich dachte spontan, dass dort der Jungfrau Maria gedacht würde. Nein, der Gedenkstein erinnert an die Königinnenmutter Maria. Dieser König Ludwig (und in diesem Fall seine Mutter) ist allgegenwärtig in der Füssener Schlösser-Region. Der Alpsee selber ist ungefähr das einzige, das nicht von König Ludwig gestiftet, erbaut und erdacht wurde.

Wenn uns auf dem Seerundweg andere Wanderer entgegenkommen, verlangt es die Höflichkeit, zu grüßen. Man kann natürlich preußisch korrekt mit „Hallo“ grüßen. In alpinen Regionen empfiehlt es sich allerdings, mit „Grüß Gott“, „Servus“ oder „Grüßts Eich/Grüß Dich“ den anderen Wanderern die Ehre zu erweisen.

Auf der nördlichen Seite des Seeufers geht es aufwärts, dort müssen einige Höhenmeter überwunden werden. Unter uns sehen wir immer wieder die im Sonnenlicht türkis schimmernde Oberfläche eines der saubersten Seen Deutschlands. Kurz vor Hohenschwangau sollte man noch einen kurzen Abstecher hinunter zum Pindarplatz machen. Dieser Ort war der Überlieferung nach einer der Lieblingsorte von König Ludwig. Das kann man verstehen, denn die Aussicht auf Schloss Neuschwanstein und das AMERON-Hotel ist atemberaubend. Wir erreichen schließlich einen geteerten Weg, auf dem wir nach kurzer Zeit schließlich wieder am Hotel ankommen.  

Andracks Wandertipp Nummer 2 – Das Finale des Lechwegs bis zum Lechfall in Füssen

Länge: 5,1 Kilometer (bis zum Lechfall)

Dauer 1:30 Stunden

261 Höhenmeter

Wir wandern vom Hotel zum See und gehen dann rechts den Weg hinauf Richtung Füssen. Nach ungefähr zehn Minuten wenden wir uns rechts und sehen zum ersten Mal die Markierung „L“ des Lechwegs, die uns bis zum Wasserfall in Füssen begleiten wird. Der Lechweg ist ein sehr schöner Weitwanderweg, 124 Kilometer lang und folgt dem Verlauf des Flusses von der Quelle in 1.840 Meter Höhe bis nach Füssen. Wir gehen also quasi das Finale dieses Weges. Wir steigen leicht an und sehen schon bald rechter Hand den Schwansee durch die Bäume. Wir folgen weiter der Markierung mit dem weißen „L“ an den Bäumen, lasst Euch nicht von den vielen Wegweisern irritieren, die manchmal etwas widersprüchlich sind.

Wir gehen an einem Walderlebnispark für kleine und große Kinder vorbei. Am meisten hat mich das Holzhammer-Xylophon begeistert. Nur vier Töne, das ist ideal, man kann viele neue Kompositionen testen. Nach den Wald-Spielereien geht es links steil bergan bis zum Gipfel des Kalvarienbergs. Eine schön gestaltete Aussichtsplattform ziert diesen Gipfel und es ergeben sich gigantische Blicke zu den Schlössern am Alpsee, auf den Lech und auf die Stadt Füssen.

Wir wandern bergab und passieren die Stationen eines Kreuzwegs, nur in der „falschen“ Reihenfolge. Am Steakhaus Füssen überqueren wir die Hauptstraße und haben den Lechfall erreicht. Donnernd stürzt das grüne Wasser in ein schmales Felstal, ein ziemliches Spektakel. Wir gehen über die Brücke und der Weg jenseits des Flusses führt uns in die Innenstadt von Füssen. Dort fahren wir mit dem Bus oder dem Taxi zurück zum Hotel, denn dort sollte unbedingt das nächste Highlight folgen.

Als wunderbare Ergänzung zu jeder Wanderung vom AMERON Neuschwanstein Alpsee Resort & Spa sollte man den Wellness-Bereich genießen. Die vier Elemente sind das Grundthema des 4 elements spa by Althoff. Und die vier Elemente haben uns ja auch auf unserer Wanderung begleitet: Wir haben die herrliche Luft des Waldes genossen, wir sind auf der Erde gewandert, wir haben das Feuer unseres Atems bei den Anstiegen gespürt und das Wasser des Alpsees und des Lech hat unsere Seele gestreichelt. Am sinnfälligsten sind die vier Elemente in der Finnischen Sauna des Wellness-Bereichs. Ich sitze mit richtig Feuer unter dem Hintern und schaue durch eine große Scheibe auf das Wasser des Alpsees. Die Bäume am Ufer stehen fest in der Erde und wenn ich dann auf die Liegewiese gehe, spüre ich die herzhafte Luft des Allgäus. 

Andracks Wandertipp Nummer 3 – Gratweg Tegelberg

Länge: 6,15 Kilometer

Dauer 3:30 Stunden

853 Höhenmeter

Diese Wanderung ist nur für geübte Wanderer zu empfehlen, die gute Kondition, Schuhwerk und Trittsicherheit mitbringen. Wir gehen die Hotelausfahrt hinaus und sehen schon bald rechter Hand einen Pfahl mit unzähligen Wegweisern. Wir orientieren uns bis zum Tegelberghaus am roten Punkt und wandern rechts den Asphaltweg hinauf, den auch alle Besucher von Schloss Neuschwanstein hinaufgehen. Schon bald wenden wir uns wiederum rechts und gehen einen breiten, hell geschotterten Wanderweg bergan. Wir erreichen die Bushaltestelle und gehen Richtung Marienbrücke. Achtung: Wir nehmen den Gratweg, der ist wesentlich abenteuerlicher und schöner als der breite Reitweg zum Tegelberg. Vor der Marienbrücke kann es sich ein wenig stauen, da müssen wir etwas Geduld haben. Wir müssen zwar nicht über sieben, aber über diese eine Brücke gehen, anders geht es nicht. Von der Marienbrücke hat man eine schöne Aussicht auf Schloss Neuschwanstein, falls es nicht wie bei meiner Test-Wanderung im dunstigen Nebel liegt.

Hinter der Marienbrücke drehen die meisten Touristen wieder um und gehen retour, das trägt zum Stau bei. Auf einigen Schildern wird darauf hingewiesen, dass der Weg hinauf zum Tegelberg nur im Sommer begangen werden darf, bei Schnee ist es lebensgefährlich, dort hinauf zu gehen. Wenn man allerdings ein Hans-guck-in-die-Luft ist oder stolpert, kann der Aufstieg auch im Sommer sehr gefährlich sein, es ist eben ein alpiner Weg.

Über wurzelige und steinige Pfade geht es in Serpentinen bergan, manchmal muss man auch die Hände zur Hilfe nehmen und richtig über die Felsen klettern. An einigen Stellen sind Seile als Handlauf in den Felsen verankert, an einer anderen Stelle helfen Stahl-Sprossen beim Klettern. Nach ungefähr 90 Minuten haben wir die Serpentinen geschafft, es ist nun nicht mehr ganz so steil und wir gehen bergan auf dem Grat weiter. Unser Weg geht um einen Felsen herum und wir haben auf die Südseite des Berges gewechselt. Es ist drei bis vier Grad wärmer als auf der Nordseite, das ist faszinierend, schwül-warme Luft umfängt uns, von einer Sekunde auf die andere.

An einer Wegpassage geht es ein wenig bergab, da bin ich sehr froh, dass ich nicht die gesamte Strecke bergab gegangen bin, das ist nämlich ganz schön rutschig und die Kniegelenke werden sehr belastet. Kurze Zeit später, ganz ganz großes Kino, bricht die Sonne durch. Beziehungsweise bin ich langsam auf einer Höhe, dass ich mich aus den Wolken herauskämpfe. Es ist ein Gänsehautgefühl, sich aus den Nebelschwaden aus eigener Muskelkraft hinauszukämpfen und der Sonne entgegenzugehen.

Ich höre Kuhglocken, das ist zu schön, um wahr zu sein. An der Kuhweide wandern wir noch mal steil hinauf zum Tegelberghaus, dem alten Jagdhaus des Königs auf 1.707 Meter. Bei meiner Testwanderung genieße ich perfekten Sonnenschein, wie in einer Märchenlandschaft ragen die Berggipfel und alpinen Gebirgsketten aus dem flauschigen Wolkenteppich hervor. Eine andere Welt, denn unsere Welt, die Zivilisation, ist verschwunden. Kleiner Tipp: Vor Ihrer Wanderung könnt ihr über die Webcam der Tegelbergbahn checken, wie das Wetter am Gipfel ist.

Ich trinke im Tegelberghaus ein Belohnungsbier und denke: Mensch, hier oben ist schon richtiges Hochgebirge, über 1.500 Metern fängt das an. Ab dieser Grenze gilt generell das Wander-Du. Deswegen kann ich sagen: Ich bin stolz auf Dich, wenn Du die Tegelbergbesteigung auch schaffst! Mit der Tegelbergbahn kann man schließlich entspannt talwärts fahren, der Weg zurück nach Hohenschwangau ist ausgeschildert. Nach dreißig Minuten Fußweg ist man wieder im Hotel, nach 35 Minuten im Wellnessbereich des 4 elements spa by Althoff.